Vor ein oder zwei Jahren bin ich zum ersten Mal auf den MagicMirror von Michael Teeuw gestoßen und war von der Idee begeistert. Die Idee verschiedene Informationen in einen Spiegel anzuzeigen ist in meinen Augen ziemlich genial. Im Rahmen von Internet of Things und Smart Home kann man fast von einem smarten Spiegel sprechen.

Ein kurzfristiger Nachbau des Projektes scheiterte damals vor allem aus logistischen Gründen: Ich fand in meiner Wohnung keinen geeigneten Platz. Durch das Display und den Raspberry Pi wird eine nicht zu knapp bemessene Stromversorgung benötigt. Bei mir gab es entweder keinen Platz an der Wand oder kein Strom in der Nähe.

Die Idee wird neugeboren

Durch den Facebook-Post eines Bekannten bin ich vor einem Monat wieder auf das Projekt aufmerksam geworden. Eine schnelle Recherche ergab, dass sich seit meinem ersten Kontakt mit dem MagicMirror  einiges getan hatte. Seit dem ersten MagicMirror wurde die Software komplett überarbeitet. So ist die Einrichtung heute deutlich einfacher. Außerdem existiert ein Modulsystem zur einfachen Erweiterung und Konfiguration.

Das eigentlich entschiedene an dem Post war aber der Raum in dem der Spiegel montiert war: Das Badezimmer.

Ein kurzer Blick in mein Badezimmer zeigt folgendes Bild:

Badezimmerschrank mit Spiegeltür

Langer Rede kurzer Sinn: Platz für einen Spiegel. Und es gibt Strom. Die Idee war neugeboren und wollte mit Leben gefüllt werden.

Neben dem eigentlichen Spiegel schwebt mir ein Bewegungssensor und eine Sprachsteuerung vor, damit das Display nicht 24 Stunden am Tag läuft. Sondern nur, wenn sich jemand im Bad aufhält. Die Sprachsteuerung ist eher dafür gedacht den Spiegel dann auf Wunsch auch einfach mal „schlafen“ legen zu können.
Die zweite Herausforderung wird sein, meinen SmartMirror nicht nur als einfachen Wandspiegel, sondern als bewegliche Spiegeltür zu bauen. Bei der Tatsache, dass ich die Funktion der Tür erhalten möchte, wird vor allem die Tiefe und das Gewicht der neuen Tür eine Rolle spielen. Wie auf dem Bild zu sehen, sind die Einlegeböden aus Glas. Daher sind hier keine großen Modifikationen möglich.

Der Spiegel

Für den smarten Spiegel wird ein spezieller, durchlässiger Spiegel benötigt. So einer wie man ihn auch aus Krimis kennt, wenn der Zeuge den Mörder identifizieren soll. Oder der Kommissar den Verdächtigen im Verhörraum beobachtet.

Diese Spionspiegel funktionieren nach einem einfachen Prinzip: Wenn ein Raum dunkler als die gegenüberliegende Seite ist kann man wie durch ein normales Glasfenster durchschauen. Aus dem hellen Raum funktionieren sie jedoch gleichzeitig wie ein Spiegel. Man sieht nicht was sich dahinter befindet.
Das Prinzip lässt sich aber nicht nur auf den ganzen Spiegel übertragen. Wenn ein Monitor direkt hinter dem Spiegel angebracht ist, sind die schwarzen Bereiche des Monitors im Spiegel nicht sichtbar. Hellere Bereiche im Monitor scheinen aber durch den Spiegel durch und können so „im Spiegel“ gesehen werden.Spionspiegel auf Monitor

Ich brauche aber nicht nur „irgendeinen“ Spionspiegel. Sondern einen, der exakt die Abmessungen der bestehenden Spiegeltür hat. Nach einiger Recherche bin ich hier auf den MIRASTAR Spionspiegel der Firma Brigla-Therm Glas aufmerksam geworden. Dieser lässt sich unter anderem bzgl. Maßen frei konfigurieren. Auch die Glasstärke oder die Kantenbearbeitung lassen sich anpassen. So konnte ich mir ein exaktes Duplikat des bestehenden Spiegels bestellen. Mit dem Unterschied, dass es nun ein Spionspiegel ist.

Im nächsten Teil der Blog Serie beschäftige ich mich mit der Auswahl des Monitors und dem Bau des Rahmens.

 


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