Nachdem der Rahmen für meinen Smart Mirror gebaut und mit dem Spiegel verklebt ist, müssen die neuen Montageplatten im Schrank angebracht werden. Anschließend kann die Hardware in meinem Smart Mirror installiert werden.

Einbau der Montageplatten

Damit ich die neue Tür später auch in den Schrank einhängen kann müssen im Schrank noch die passenden Montageplatten eingebaut werden. Dazu habe ich jeweils den Mittelpunkt der drei Scharnierbohrungen auf die Schrankwand übertragen. Mit einer Bohrhilfe * können auf diesen dann die entsprechenden Bohrungen im richtigen Abstand gesetzt werden. Hierbei sollte man möglichst exakt arbeiten, die Scharniere verfügen zwar über eine Höhenverstellung. Mehr als ein paar Millimeter lassen sich damit aber nicht ausgleichen. Wie man auf den Bildern sehen kann habe ich das vor dem verkleben des Spiegels gemacht, wichtig ist meiner Meinung aber nur, dass man es vor dem Einbau der Hardware macht. Davor ist der Spiegel nämlich deutlich besser zu handhaben.
Die Löcher der ursprünglichen Montageplatten kann man anschließend entweder mit farbig passendem Holzspachtel oder speziellen Aufklebern in Holzfarbe mit Maserung etwas verstecken.

Übertragen der Bohrlöcher auf die Schrankwand Übertragene Maße auf der Schrankwand Die neue Montageplatte

Einbau der Hardware: Monitor und Raspberry PI

Zeit die Technik zum Leben zu erwecken! Als erstes habe ich den Monitor in den Rahmen eingesetzt und mit fünf Holzriegeln fixiert. Die Holzriegel sind ungefähr vier Zentimeter lange Kanthölzer mit zwei Löchern zum verschrauben. Dank der Querstreben funktionierte das fixieren problemlos. Alternativ könnte man die Riegel auch direkt seitlich am Rahmen verschrauben.
Seitlich habe ich den Monitor ebenfalls mit dünnen Holzleisten gegen Verrutschen gesichert. Bei mir war das nötig, da der Rahmen für den Schrank minimal breiter ist als der Monitor. Wenn man das Gehäuse für einen frei hängenden Spiegel gebaut hat und der Monitor genau passt kann man darauf natürlich verzichten.

Über dem Monitor haben der Raspberry PI 3 * mit passendem Steckernetzteil * Platz gefunden. Die Variante das Netzteil ganz zu lassen und über eine kompakte Eurostecker Verlängerung * an die Stromversorgung anzuklemmen erschien mir hier am einfachsten. Der Raspberry wird mit einem kurzen HDMI auf DVI-D Adapterkabel * direkt an den Monitor angeschlossen.

Fixierter Monitor im Rahmen Raspberry Pi im Rahmen Hardware im Rahmen

Stromversorgung

Im untere Bereich habe ich eine Lüsterklemme für die Stromverteilung angebracht. So kann ich wenn ich die Tür noch mal ausbaue das aus dem Schrank kommende Stromkabel einfach abklemmen. Dafür habe ich die Stecker von den Zuleitungen abgeschnitten und die Kabel abisoliert. Wer mit 230 Volt Installationen keine Erfahrungen hat kann hier natürlich auch eine Mehrfachsteckdose verwenden oder einfach beide Kabel aus dem Gehäuse führen.

Stromversorgung über eine Lüsterklemme

Sensorik und Steuerung

Die Bedienplatine des Monitors, welche die Taster zum Ein- und Ausschalten und aufrufen diverser Menüs enthält habe ich einfach mit Heißkleber in den unteren Teil des Rahmens geklebt. Vor dem Einkleben habe ich am Ein-/Aus-Taster ein zusätzliches Kabel angeschlossen. Darüber werde ich einen zweiten Taster in der Verkleidung anschließen. So kann ich den Monitor problemlos ausschalten, wenn ich das mal möchte.

Im Regelfall wird dies aber nicht notwendig sein. Neben dem Stromkabel führt noch ein zweites Kabel durch den Schrank unter den selbigen. Hier habe ich in einem kleinen Gehäuse zwei Sensoren installiert: Einen DHT22 Sensor * der Temperatur und Luftfeuchtigkeit misst und einen HC-SR501 Bewegungssensor *.

Das Gehäuse habe ich mit einem 3D Drucker gedruckt. Es war mein erste eigenes 3D Model, dass ich gedruckt habe und wird einfach von hinten in den Schrank geklemmt. Insbesondere beim Oberflächenfinish besteht noch Luft nach oben. Da man das Gehäuse aber in der Regel gar nicht sieht stört mich das hier erst mal nicht. Bei mir sind jetzt beide Sensoren im Gehäuse unter dem Spiegel gelandet. Wer einen frei hängenden Spiegel plant muss sich überlegen wo er diese verstecken kann oder wie man sie sinnvoll ins Gehäuse integriert.

 Erste Installation der neuen Tür im Schrank. Unten zu erkennen: Stromversorgung und Sensorkabel Das Sensorgehäuse von vorne Das Sensorgehäuse von hinten

DHT22 Temperatur- und Luftfeuchtigkeit Sensor

Der DHT22 Sensor * ist für den eigentlichen Spiegel nicht notwendig. Da ich aber auch am Aufbau eines Smart Home arbeite hat es sich angeboten den Sensor direkt mit unterzubringen und mit dem Raspberry zu verbinden. Aber auch ohne Smart Home im Hintergrund kann ein solcher Sensor sinnvoll sein, wenn man zum Beispiel die aktuelle Raumtemperatur anzeigen möchte.

HC-SR501 Bewegungssensor

Der HC-SR501 Bewegungssensor * ist ein Sensor, welcher per Infrarot-Strahlung Bewegungen erkennen kann. Das Prinzip ist das gleiche wie in den meisten günstigen Bewegungsmeldern. Ich nutze den Sensor um den Spiegel automatisch an- und auszuschalten. Ursprünglich wollte ich diesen mal direkt in den Spiegel (hinter dem Spiegelglas) integrieren. Allerdings haben meine Experimente gezeigt, dass hier keine Bewegungen erkannt werden. Die Beschichtung des Spiegels reflektiert nämlich nahezu aus sämtliche Infrarot Strahlen, so dass der Sensor keine Bewegungen mehr erkennt.

Wirklich zufrieden bin ich mit dem PIR Sensor jedoch immer noch nicht. Mit etwas Software (dazu im nächsten Beitrag mehr) Code drumherum habe ich jedoch ein für mich befriedigendes Verhalten hinbekommen. Als Alternative könnte man ggf. einen Ultraschallsensor, Radarsensor oder auch eine einfache Infrarot-Lichtschranke testen. Was da funktioniert hängt aber immer von den lokalen Gegebenheiten ab.

 

Im nächsten und wahrscheinlich letzten Beitrag über meinen SmartMirror werde ich dann noch auf die Verkleidung und die Software eingehen.

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